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Der Große Diktator - Charlie Chaplin -
Charlie Chaplin war einer der berühmtesten Filmschauspieler des 20. Jahrhunderts. Anfangs brillierte er in zahlreichen Stummfilmen, in denen er es verstand, seine einzigartige Komik mit tiefsinnigen Botschaften zu vereinen. Später produzierte er auch Tonfilme mit Dialogen. Seine Gestik und seine Bewegungen waren wie er selbst unnachahmlich. Chaplins Markenzeichen war sein kleiner auffälliger Schnauzbart, den er aber schon lange vor Hitler hatte.
In seinem im Jahr 1940 uraufgeführten Film „Der große Diktator" setzt sich der jüdische Charlie Chaplin satirisch mit dem Nationalsozialismus auseinander. Die Namen der Charaktere sind an die der Größen des Dritten Reichs angelehnt. So spielt die Handlung in Tomanien (Germanien, also Deutschland), der Diktator des Films heißt Anton Hynkel (Adolf Hitler), seine Vertrauten sind Dr. Gorbitsch (Dr. Goebbels) und Feldmarschall Hering (Göring). Der Verbündete des Diktators ist der Herrscher von Bakterian (Italien), Benzino Napoloni (Benito Mussolini).
Chaplin selbst spielt einen tomanisch-jüdischen Frisör, der durch eine Verletzung im Ersten Weltkrieg sein Gedächtnis verloren hat und erst während der Regierungszeit des Diktators Hynkel aus einer Heilanstalt fliehen konnte. Da er nichts von der Entwicklung in Tomanien mitbekommen hat und somit nicht so wie andere eingeschüchtert ist, wehrt sich er sich gegen die Schikanen der Polizei und kommt schließlich in ein Konzentrationslager.
Gleichzeitig spielt Chaplin den lächerlich dargestellten Diktator Hynkel, der Tomanien mit eiserner Hand regiert und nebenbei einen Krieg gegen Osterlitsch (Österreich) vorbereitet. Da beide vom gleichen Schauspieler dargestellt werden, sehen der Diktator und der Frisör sich sehr ähnlich.
Die Geschichten der beiden Protagonisten verlaufen parallel, aber unabhängig voneinander, bis der Frisör aus dem KZ entkommt. Auf der Flucht wird er mit dem Diktator verwechselt. Hynkel wird fälschlicherweise gefasst und ins KZ gesperrt.
Nun muss aber der Frisör, da er für den Diktator gehalten wird, vor einer riesigen Menschenmenge eine Rede halten. Zunächst weiß er gar nicht was er sagen soll, doch nach und nach steigert er sich immer mehr hinein, wird immer euphorischer und hält eine eindrucksvolle Ansprache, indem er an die Menschen appelliert, sich für Demokratie, Freiheit und Menschlichkeit einzusetzen.
„Bewahrt die Menschlichkeit in euren Herzen und hasst nicht, nur wer nicht geliebt wird hasst, nur wer nicht geliebt wird“.
Der Film endet damit, dass ihm die Menschenmenge begeistert zujubelt, während der Frisör von völlig überwältigt von dieser positiven Reaktion ist.
Heftige Kritik erhielt Chaplin im Nachhinein, da er eine lustige Szene in einem Konzentrationslager drehte. Dies scheint aus heutiger Sicht zynisch, doch damals konnte man nicht ahnen, was genau in den deutschen Konzentrationslagern vorging, Später sagte er, dass er den Film nie gedreht hätte, hätte er gewusst unter welchen Bedingungen die Menschen in Konzentrationslagern litten.
Chaplins Gestik, seine Bewegungen und sein Humor machen den Film, wie fast jeden den er drehte, einzigartig. Er schafft es, die schrecklichen Zustände in Deutschland darzustellen und gleichzeitig mit Witz die Lächerlichkeit des brüllenden Diktators Hynkel, mit dem natürlich Hitler gemeint ist, aufzuzeigen. Der Höhepunkt des Films, die Rede des Frisörs, ist mitreißend und bringt viele Zuschauer den Tränen nahe. Nach mittlerweile fast siebzig Jahren seit der Uraufführung ist er immer noch absolut sehenswert!
Charlie Chaplin als Diktator und als Frisör
Das nächste Projektgruppentreffen findet vom




